Chronik des Vereins

Zu Beginn der zwanziger Jahre tauchte in Backnang der Gedanke auf, ein Waldheim zu eröffnen. Ziel und Zweck sollte es sein, der arbeitenden Bevölkerung Backnangs mit ihren Familien einen Ort und die Gelegenheit anzubieten, sich in schöner landschaftlicher Umgebung an den Wochenenden vom Arbeitsalltag zu erholen und zu günstigen Preisen Getränke und Vesper zu bekommen (damals gab es noch 10-Stunden-Arbeitstage mit einer 6 Tages-Arbeitswoche).

Durch Klicken auf die jeweiligen Jahreszahlen erfahren Sie, wie sich der Waldheimverein von der Gründung bis heute entwickelt hat.

 

1924

Im Mai 1924 trafen sich auf Veranlassung von Gemeinderat Wilhelm Erlenbusch die Vertreter der Gewerkschaften, des Arbeitergesangvereins „Harmonie“ und des Turnerbundes, um sich über die Gründung eines Waldheimvereins zu unterhalten.

Da der ehemalige Forstmeister Theodor Hepp ein großer Fürsprecher dieses Gedankens war, konnte ein günstiger Platz für die geplanten Waldheimgebäude gefunden werden. Die Gründungsmitglieder sahen in der „Oberen Platte“ den richtigen Platz für die Ausführung ihres Plans. Es gelang mit der Forstverwaltung einen langfristigen Pachtvertrag auf die Dauer von 30 Jahren abzuschließen.

 

1925

Am 22. Februar 1925 fand die Gründungs-Versammlung statt. Als erster Vorsitzender des Waldheimvereins in Backnang wurde der Mitbegründer Wilhelm Erlenbusch sen. (siehe Bild) und als sein Stellvertreter Albert Erb gewählt, die bis zur Machtübernahme durch die NSDAP 1933 im Amt blieben. Als Kassier wurde Wilhelm Erlenbusch jun. und als Schriftführer Eugen Wohlfahrt gewählt.

Wilhelm Erlenbusch sen. war SPD-Gemeinderat, außerdem Gewerkschafter, Gründer bzw. Mitbegründer des Backnanger Konsumvereins, des Gerbervereins und der Baugenossenschaft.

Erster Vorsitzender 1925 Wilhelm Erlenbusch

Erster Vorsitzender 1925 Wilhelm Erlenbusch

Mit den Arbeiten auf dem gepachteten Gelände wurde anschließend sofort begonnen. Die Mitglieder errichteten ein einfaches Blockhaus mit zwei Räumen und eine offene Schutzhütte. Das Holz wurde an der „Zeller Spitze“ unter Anleitung des Forstmeisters Hepp geschlagen und auf dem Rücken zur Baustelle geschafft. Zimmerleute aus Hamburg, die zufällig auf der Durchreise waren, bearbeiteten im Waldheimgelände die Stämme und halfen das Blockhaus zu errichten.

Nach Fertigstellung des Hauses wurde der Sportplatz planiert. Das Gelände wurde von Hand abgegraben, die Erde mit Rollwagen nach unten geschafft und eingeebnet. Der Platz wurde dann hauptsächlich von der Fußballabteilung des Turnerbundes, aber auch für andere Sportarten wie Turnübungen etc. genutzt.

Fritz Wölpert, Albert Erb und Karl Schlipf wurden die ersten Wirtschaftsführer des Waldheims bis zur Beschlagnahmung durch die NSDAP im Jahre 1933.

Die Finanzierung der Bauarbeiten erfolgte durch ein Darlehen des Vorsitzenden Wilhelm Erlenbusch, sowie durch Ausgabe von Anteilscheinen (siehe nachstehendes Bild), einen verlorenen Beitrag der AOK und durch Spenden der örtlichen Geschäftsleute.

WaldheimAnteilsschein

So konnte bereits am 17. Mai 1925 die Eröffnung des Waldheims auf der „oberen Platte“ im Plattenwald unter großer Beteiligung der Bevölkerung mit einem Konzert der Stadtkapelle, Gesangsvorträgen des Arbeitergesangvereins „Harmonie“ und turnerischen Vorführungen des Arbeiter-Turnerbunds stattfinden.

 

1927

Der Verein hatte damals viele Schwierigkeiten zu überwinden. Ein großes Handikap war der fehlende Wasser- und Stromanschluss. Das Licht spendeten Petroleumlampen und damit entstand eine ständige Brandgefahr, das Wasser musste in Fässern vom Seehof heraufgekarrt werden.

Dies war aber noch lange nicht alles an Schwierigkeiten. So war damals sowohl die Forstdirektion als auch die Stadtverwaltung Backnang gegen eine allgemeine Schankerlaubnis im Waldheim.

Schließlich gelang es dem Verein eine Ausschankgenehmigung für seine Mitglieder zu erhalten. Mit einem Trick überlistete man diese Beschränkung. Gegen die kleine Gebühr von 10 Pfennig konnte man Tagesmitglied werden. Ab 1927 durfte dann endlich auch an Nichtmitglieder ausgeschenkt werden.

SchutzhütteBlockhaus

Schutzhütte mit Blockhaus im Waldheim

 

 

1933 – 1934

Das dunkelste Kapitel in der Geschichte des Waldheims begann im Frühjahr 1933. Obwohl politisch und religiös neutral, wurde der Waldheimverein wie viele andere Arbeitervereine verboten. Das Waldheim wurde am 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten zwangsweise übernommen und der SA und der Hitlerjugend übergeben, die Waffen-SS war 1944/45 zeitweise dort ebenfalls stationiert. Das gesamte Vermögen wurde von der NSDAP am 01.06.1934 beschlagnahmt.

Die Mitbegründer des Waldheimvereins der Gesangverein „Harmonie“ und der „Turnerbund“ wurden ebenfalls durch die Zwangsauflösung seitens der NSDAP verboten. Die Sängerinnen und Sänger gingen dann teilweise zur „Liedertafel“ Backnang. Der ehemalige „Turnerbund“ ging dann 1946 in der neu gegründeten Sportvereinigung Backnang mit anderen Vereinen wie Turnverein, Fußballverein und Kraftsportverein auf, der späteren TSG Backnang.

 

1944

Der langjährige erste Vorsitzende Wilhelm Erlenbusch und Gründungsmitglied des Waldheimvereins bis zum Vereinsverbot 1933 durch die NSDAP, verstarb am 21.12.1944.

 

1945 – 1947

Nach Kriegsende sah es im Waldheim trostlos aus, das Blockhaus war zum großen Teil demoliert, Fenster und Dachziegel entwendet, nur noch die Außenwände standen. Der Verein musste wieder ganz von vorne beginnen.

 

1948

Die ehemaligen Mitglieder wollten zunächst den Verein aus Geldmangel nicht mehr wiederbeleben, sondern dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) die Nachfolge übertragen.

Die amerikanische Besatzungsmacht als Vermögensverwalter von NS-Eigentum erkannten diesen jedoch nicht als rechtmäßigen Nachfolger des Waldheimvereins an und weigerten sich diesem dass Vereinsvermögen zu übertragen. So wurde die Reaktivierung des Waldheimvereins von den ehe-maligen Mitgliedern am 24.04.1948 beschlossen, geleitet vom früheren stellvertretenden Vorsitzen-den Albert Erb und nach der Generalversammlung vom 15.05.1948 beim Vereinsregister in Backnang wieder angemeldet und unter der Nummer VR 103 am 02.06.1948 als Waldheimverein Backnang e.V. eingetragen.

Als Vorsitzender wurde zum Wiederbeginn Albert Erb (1948-1952) und als sein Stellvertreter Fritz Wölpert (1948-1952) gewählt. Als Beisitzer wurde u. a. der spätere Landtagsabgeordnete Emil Erlenbusch gewählt, als Revisor u. a. Hermann Lachenmaier, der Vater des späteren Vorsitzenden Rainer Lachenmaier (2008-2012).

Am 03.07.1948 erfolgte daraufhin die feierliche Wiedereröffnung des Waldheims unter großer Beteiligung der arbeitenden Bevölkerung im Raum Backnang.

 

1949

Erst ein Jahr später, im April 1949 wurde das Vereinsvermögen wieder zurückgegeben. Der auf dem Waldheimgelände befindliche Geräteschuppen des früheren Arbeiter-Turnerbunds musste jedoch extra gekauft werden, da es keinen Rechtsnachfolger des früheren Turnerbunds gab.

 

1951

Im Laufe der Jahre nach der Währungsreform stellte sich heraus, dass die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten. Ein Grund hierfür war, dass sich die Stadt immer mehr in Richtung Plattenwald ausdehnte und somit das Waldheim für die Bewohner des damaligen Rand-gebietes leicht erreichbar war.

Es wurde dann nach reiflicher Überlegung beschlossen, einen massiven Anbau mit großem Wirtschaftsraum und einer Wohnung zu errichten. Die Voraussetzungen hierzu waren geschaffen, nachdem der Verein das Gelände vom damaligen „Zeller Weg“ bis zur oberen Sportplatzgrenze mit ca. 39 Ar von der Forstverwaltung käuflich erwerben konnte.

 

1952

Im Frühjahr wurde mit dem Neubau begonnen und bereits im Oktober des gleichen Jahres ein-geweiht. Die Gesamtkosten des Neubaus betrugen damals ca. 45.000 D-Mark. Die Kosten konnten verhältnismäßig klein gehalten werden, weil wiederum ein großer Teil der Arbeiten von Mitgliedern ausgeführt wurden. In der Zwischenzeit waren auch die Möglichkeiten zum Anschluss an die Wasser- und Stromversorgung gegeben.

Albert Erb gab altershalber sein Amt ab, als neuer Vorsitzender wurde Eugen Wohlfahrt (1952-1962) gewählt, als sein Stellvertreter Walter Schuster (1952-1954).

Ebenfalls im Jahre 1952 hatte der Verein bei der Wiedergutmachungsbehörde Antrag auf Entschädi-gung für den wegen der Enteignung durch die NSDAP entstandenen Schaden gestellt. Nach vielen Verhandlungen und schließlich auf dem Prozessweg gelang es endlich 10 Jahre später im Jahre 1962 eine Entschädigung in Höhe von 15.500 D-Mark zu erhalten. Der Verein konnte dieses Geld gut gebrauchen, weil seine finanziellen Verhältnisse infolge der wegen des Neubaus eingegangenen Verpflichtungen mehr als schlecht waren.

 

1954

Als neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Anton Bräutigam (1954-1962) im Frühjahr gewählt. Das Waldheim bekam erstmalig einen Fernsprechanschluss.

 

1955

Die Abortanlagen befanden sich damals noch außerhalb des Gebäudes, was mit den gestiegenen Anforderungen an Hygienestandards nicht mehr im Einklang zu bringen war. Deshalb wurden die erforderlichen Räumlichkeiten für eine Spülabortanlage als Anbau an das Hauptgebäude errichtet, im Wesentlichen überwiegend in Eigenarbeit durch Mitglieder.

Nachdem die einige Jahre früher erbaute hölzerne Musikbühne marode wurde und nicht mehr sicher war, wurde im gleichen Jahr durch einige Mitglieder in ehrenamtlicher Arbeit ein massives Podium in der Größe von ca. 9,0 x 10,5 m mit Geländer und Plattenbelag für diverse Veranstaltungen erstellt. Vielen älteren Mitgliedern ist sie noch von den vielen Tanzveranstaltungen in guter Erinnerung.

Das Waldheim zählte damals an schönen Sonntagen oft über 1.500, manchmal sogar bis zu 2.000 Besuchern.

 

1956

Das Forstamt verpachtete das ca. 69 Ar große Gelände unterhalb des Waldheims, das als Sportplatz genutzt wurde und das daneben liegende Gelände zwischen Waldheim und Arbeiterwohlfahrt für 30 Jahre an den Waldheimverein für sportliche Zwecke.

 

1957

Im Laufe der Zeit ergab sich durch die veränderte Lebensführung die Notwendigkeit, die Gaststätte täglich und das ganze Jahr offen zu halten. Eine vereinseigene Wirtschaftsführung war unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Es wurde daher beschlossen extern zu verpachten. Bei der Auswahl der Pächter hatte man dann leider nicht immer eine glückliche Hand, es wurde oft gewechselt.

 

1962

Als neuer Vorsitzender wurde Eberhard Wirth (1962-1980) gewählt, als sein Stellvertreter Horst Lenz (1962-1969).

 

1965

Auf dem Pachtgelände des Waldheimvereins wurde eine Minigolfanlage zwischen dem Waldheim und dem Gebäude der Arbeiterwohlfahrt errichtet und von Pächtern betrieben.

 

1966

Wegen der stetigen Zunahme der Gäste wurde an den alten Schankraum neben dem Windfang eine Erweiterung gebaut, sowie auf der anderen Seite ein unterirdischer großer Öl-Tanklagerraum.

 

1967

Im Vereinsregister wurde aus internen Gründen die Register-Nummer VR 103 auf VR 26 geändert.

 

1969

Erwin Doderer (1969-1980) wurde als neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt.

 

1970

Bei einem tragischen Verkehrsunfall verunglückte der frühere Vorsitzende des Waldheimvereins Eugen Wohlfahrt (1952 – 1962) im Alter von 68 Jahren im April 1970 tödlich.

Der Verein hatte allerdings nicht immer eine glückliche Hand mit der Auswahl der Pächter. Nicht alle entsprachen den Anforderungen die allgemein an einen „guten“ Gastwirt gestellt wurden. Dies wirkte sich natürlich sehr schnell negativ auf den Besuch der Waldheim-Gaststätte aus und änderte sich erst schlagartig, als das Pächterehepaar Runte 1970 (bis 1980) das Zepter übernahm. Die Kochkünste des Gastwirts Runte lockte viele Gäste an, so dass die Räume bald wieder zu eng wurden.

 

1973

Im Frühjahr wurde deshalb mit dem Anbau eines Nebenzimmers durch die Mitglieder des Vereins begonnen, sowie einer zeitgemäßen WC-Anlage und Modernisierung der Gasträume.

Waldheimgaststätte 1973 (Ansicht vom Sportplatz aus)

Waldheimgaststätte 1973 (Ansicht vom Sportplatz aus)

 

1976

Die WC-Anlage wurde praktisch auf das doppelte erweitert und umgebaut, um dem Besucheransturm besser gerecht zu werden.

Der langjährige Vorsitzende Eberhard Wirth (1962-1980) verstarb im März 1976 kurz vor seinem 75. Geburtstag.

 

1980

Als neuer Vorsitzender wurde Alfred Keuler (1980-1983) gewählt, als sein Stellvertreter wieder Erwin Doderer (1980-1981).

 

1981

Robert Ebinger (1981-1991) wurde neuer stellvertretender Vorsitzender.

 

1983

Die Führung des Vereins übernahm Otto Maier (1983-1993) als Vorsitzender, sein Stellvertreter wurde wieder Robert Ebinger (1981-1991).

 

1984

Für die Reinigung der häuslichen Abwässer des Waldheims und des damaligen AWO-Kindergartens wurde eine vollbiologische Kläranlage gebaut mit Kosten für den Waldheimverein in Höhe von ca. 42.000 D-Mark.

 

1985

Der Dachaufbau im Wohnbereich des Waldheims wurde verlängert um den Pächtern zeitgemäßen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

 

1986

Zum Gedenken an das bei den Bauarbeiten im Waldheimgebäude 1985 tödlich verunglückten Mitglieds August Leicht, im allgemeinen „Gustl“ genannt, bekam das Nebenzimmer durch die Mitgliederversammlung den Namen „Gustlstube“.

Der Pachtvertrag für den Sportplatz und das weitere Gelände beim Waldheim wurde von der Forstverwaltung wieder um 30 Jahre verlängert.

 

1988

In diesem Jahr verstarb der langjährige Vorsitzende des Waldheimvereins Otto Maier (1983-1993).

 

1989

Das Waldheim musste schon wieder erweitert werden um auch im Küchenbereich den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Hierzu wurde ein weiterer Kellerraum neben dem Bierkeller erstellt, sowie eine großzügige Erweiterung des Küchenbereichs in fast doppelter Größe mit vielen Eigenleistungen durch die Mitglieder. Am Waldheim-Eingang wurde ein geschnitztes Holzschild mit der Aufschrift „Waldheim-Gaststätte“ angebracht.

Waldheimschild-1989

Die Stadt Backnang übernahm als Pächter auf dem Gelände des Waldheimvereins die vorhandene Minigolfanlage und ließ diese durch die AIB (Arbeitsinitiative Backnang) zeitweise betreuen.

Der frühere Vorsitzende des Waldheimvereins Alfred Keuler (1980-1983) und langjährige Kassier, verstarb in diesem Jahr.

In den 80er und 90er-Jahren wurden viele Ausflüge für die Mitglieder im Inland und benachbarten Ausland organisiert. Besonders der Bonn-Besuch im April 1989 auf Einladung des damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Robert Antretter und einem Treffen mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, sowie der Besuch des Europaparlaments in Straßburg blieben wohl für viele Teilnehmer in besonderer Erinnerung.

 

1991

Das Waldheimgebäude wurde am 22. Juni durch einen schweren Sturmschaden stark beschädigt. Eine umgestürzte Buche durchschlug das Dach, wobei ein Ast in das Schlafzimmer der Pächter ragte. Der Regen strömte ins Gebäude und verursachte einen enormen Wasserschaden am und im Gebäude. Die Sanierungskosten beliefen sich auf ca. 35.000,- D-Mark. Im Rahmen der Sanierungs-arbeiten wurde dann gleichzeitig das tieferliegende Mittelteil des Daches angehoben und dem Küchenanbau angepasst.

Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Dieter Bäuchle (1993-1999), der auch die ganzen Jahre in vorbildlicher Weise die vielen Ausflüge und Wanderungen organisierte.

 

1993

Günther Doderer übernahm das Amt des Vorsitzenden (1993-1997), sein Stellvertreter wurde wieder Dieter Bäuchle (1993-1999).

 

1997

Als neue Vorsitzende wurde die langjährige Kassiererin Ingeborg Kaupp (1997-2001) gewählt, als ihre Stellvertreter Dieter Bäuchle (1993-1999) und Günther Klein (1997-1999).

 

1998

Im Dezember 1998 entstand im Küchenbereich ein Brandschaden in Höhe von über 32.000,- DM aufgrund eines elektrischen Defekts in der Abzugsanlage.

An die bestehenden Wirtschaftsgebäude wurde eine ca. 12 x 4 m große überdachte Pergola für die Gäste der Waldheim-Gaststätte gebaut mit verschiedenen Grün- und Kletterpflanzen.

 

1999

Um einen weiteren Schlafplatz im Wohnbereich der Gaststätte für die Familie der Pächter zu schaffen, wurde im Wohnzimmers des Obergeschosses ein Durchbruch zur Bühne hergestellt.

Wolfgang Grau (1999-2001) wurde neuer Stellvertreter von Ingeborg Kaupp (1997-2001), die wieder als Vorsitzende gewählt wurde.

 

2001

Die Stadt Backnang räumte die von ihr zuletzt durch die AIB betriebene Minigolfanlage und wollte das Gelände für den Spielplatz des inzwischen städtischen Waldheim-Kindergartens benutzen.

Ingeborg Kaupp (2001-2006) trat in die zweite Reihe zurück und wurde neue Stellvertreterin des neu gewählten Vorsitzenden Wolfgang Grau (2001-2008).

 

2002

Zusammen mit dem Albverein Backnang wurden im Waldheim mehrere Mundart-Kleinkunstveranstaltungen durchgeführt.

Der kleine alte Schuppen über den früheren WC-Anlagen wurde abgebaut und auf dem gleichen Platz eine neue Gerätehütte in Holzständerbauweise mit den gleichen Abmessungen erstellt.

Die ersten zwei Boulebahnen wurden auf dem oberen Teil des Geländes erbaut und am 22.06.2002 während des Straßenfestes durch den damaligen Ersten Bürgermeister der Stadt Backnang Walter Schmitt, gemeinsam mit Delegationen der Partnerstädte Annonay, Chelmsford und Bacsalmas feierlich eingeweiht.

 

2003

Im Frühjahr erfolgte wieder ein Pächterwechsel in der Waldheim-Gaststätte mit dem gesamten Waldheimgelände.

Auf den neu erstellten Boulebahnen wurden die ersten Turniere und Stadtmeisterschaften mit großem Erfolg durchgeführt.

 

2006

Nach langer schwerer Krankheit verstarb die frühere Vorsitzende (1997-2001) und stellvertretende Vorsitzende (2001-2006) Ingeborg Kaupp.

Im Sommer 2006 wurde Walter Binder (2006-2009) als neuer stellvertretender Vorsitzender gewählt, der zusammen mit Volker Veigel aktiv die Bautätigkeiten im Waldheimgelände begleitete und betreute.

 

2007

Die allgemeinen Aktivitäten, besonders im kulturellen Bereich kamen im Verein weitgehend zum Erliegen, nur im sportlichen Bereich fanden weiterhin Veranstaltungen statt wie zum Beispiel die erste Backnanger Boule-Nacht usw.

 

2008

Nach dem Rücktritt von Wolfgang Grau, übernahm Rainer Lachenmaier (2008-2012), der Urenkel des Gründungsvorsitzenden Wilhelm Erlenbusch, in einer sehr schwierigen Lage des Vereins das Amt des Vorsitzenden, als Stellvertreter wurde wieder Walter Binder (2006-2009) gewählt.

Im gleichen Jahr wurde ein modernes Pumpwerk im dahinterliegenden Wald gemeinsam mit der Stadt Backnang für die Weiterleitung der Abwässer des Waldheims und des daneben liegenden städtischen Kindergartens in die öffentliche Kanalisation gebaut.

Aufgrund des zugenommenen Interesses am Boule-Spiel, wurden weitere Boulebahnen im oberen Teil des Waldheimgeländes von den Mitgliedern gebaut.

Die alte ungedämmte große Holzhütte wurde von den Mitgliedern als Vereinshütte mit Fenstern versehen und innen entsprechend ausgebaut und gedämmt.

 

2009

In diesem Jahr fand ein Wechsel im Amt des Stellvertreters statt. Martin Koch (2009-2011) wurde neuer stellvertretender Vorsitzender.

 

2010

In der Zusammenarbeit mit dem Pächter des Waldheim-Gaststätte und des Geländes entstanden immer mehr Schwierigkeiten. Das Verhältnis zwischen dem Pächter und dem Waldheimverein eskaliert zum Jahresanfang durch ein vom Pächter verhängtes Hausverbot für Vorstandsmitglieder und einzelne Boulespieler. Aufgrund weiterer Probleme mit dem Pächter erfolgte seitens des Vereins die Kündigung des Pachtvertrages.

Alle Aktivitäten der Boulespieler mussten daraufhin verlagert werden und konnten mit Unterstützung der Stadt Backnang auf dem Stiftshof stattfinden, sowie im Hofgut Hagenbach.

 

2011

Durch einen neuerlichen Wechsel im Vorstand wurde Michael Kutteroff (2011-2014) als neuer Stellvertreter des Vorsitzenden gewählt.

Die Streitigkeiten um die Kündigung des Pächters durch den Waldheimverein finden in den Jahren 2010 und 2011 ihre Fortsetzung vor dem Landgericht Stuttgart mit weiteren ungewissen Aussichten.

 

2012

Im Frühjahr fand ein Wechsel in der Vorstandschaft statt. Peter A. Wagner (2012-2016) wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt, Stellvertreter blieb Michael Kutteroff (2011-2014).

Im Sommer 2012 gelang es der neuen Vereinsführung endlich mit dem Pächter eine gütliche, außergerichtliche Einigung zur Beendigung des Pachtverhältnisses zum 30.09.2012 zu erreichen.
Noch im Sommer wurde deshalb im unteren Bereich des Waldheimgeländes die Erweiterung und Umgestaltung, sowie Sanierung der alten Bouleanlage unter Mithilfe vieler Mitglieder in Angriff genommen und im Oktober 2012 der Neubeginn im Waldheim mit dem jungen und dynamischen Pächterduo und einem großen Willkommensfest mit Bouleturnier gefeiert.
Gemeinsam mit den neuen Pächtern wurde die Waldheim-Gaststätte mit viel Eigenarbeit durch die Pächter und zahlreicher Mitglieder des Waldheimvereins umgebaut und „sanft“ modernisiert.

 

2013

Auf dem gesamten Gelände und im Waldheimgebäude wurden die notwendigen Sanierungsarbeiten weiter durchgeführt. Im Boulegelände wurden neue Wege angelegt, Pflanzungen erweitert, die alte marode Bühne im Biergartenbereich abgebaut. Der Spielplatzbereich wurde „kindgerecht“ umge-staltet und mit weiteren Spielgeräten erweitert.

Im Untergeschoss des Waldheimgebäudes wurde für den Verein überwiegend durch ehrenamtliche Helfer eine moderne WC-Anlage für Damen und Herren, sowie ein Büro für den Vorstand eingebaut.

 

2014

Im Frühjahr wurde Peter A. Wagner (2012-2016) wieder zum Vorsitzenden gewählt, als neuer Stellvertreter Tobias Kübler (2014-2016).

Für die Besucher der Waldheim-Gaststätte wurde ein großer zentraler Fahrrad-Abstellplatz erbaut. Die marode und in die Jahre gekommene Holz-Pergola musste im Sommer komplett erneuert und modernisiert werden.

Die neue Veranstaltungsbühne wurde zum Jahresende begonnen und soll im Jahre 2015 mit dem Einbau einer Freiluft-Schach-Spielfläche zu den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr fertig gestellt werden.

 

2015

90 Jahre sind eine sehr lange Zeit in der wechselvollen Geschichte des Waldheimvereins Backnang.

Deshalb wurde gemeinsam mit Ihnen, unseren Mitgliedern, Freunden und Förderern das Jubiläumsjahr 2015 mit vielen Veranstaltungen; die terminlich eng verknüpft sind mit den Gründungsdaten des Vereins, gebührend gefeiert. Mit der Erstellung einer Jubiläumsbroschüre wurde die Chronik des Vereins überarbeitet und vervollständigt.

Das gesamte Waldheimgelände wurde weiter ausgebaut und naturnah verschönert. Die neue Veranstaltungsfläche mit ihrer Schach- und Dame-Spielfläche wurde fertiggestellt und viele Veranstaltungen mit Musik, Kultur und ökumenischen Gottesdiensten durchgeführt.

Im Herbst 2015 wurde für den Boule-Bereich an die bestehende Garage eine große überdachte Pergola zum Schutz der Spieler komplett in Eigenleistung erstellt.